In the winter of 1933, German-born, Swiss-raised, plein-air painter and pacifist Erwin Bowien (1899-1972), horrified by the Nazis' rise to power, decided to leave Germany. He went to the Netherlands and in 1934 settled in the small town of Egmond aan den Hoef near Alkmaar, a historic artists' colony. During this time he perfected his pastel painting and was given the nickname 'Pastel Master'.
As a dedicated plein air artist, he travelled tirelessly throughout the region between Amsterdam and Hoorn, producing hundreds of paintings and drawings. After the occupation of the Netherlands by the German army in 1940, he was forced into hiding. This was the beginning of a very difficult period for the painter, during which he was banned from exhibiting by the Reich Chamber of Culture and his paintings were confiscated by the Gestapo.
Bowien was not only one of the many German exiles who found refuge in Holland, but also one of the last painters of the Egmond Artists' Colony. He captured the breathtakingly beautiful dune landscape around Egmond aan Zee, the wide horizons of North Holland and the often stormy North Sea in many powerful paintings.
The exhibition opens on 26 April and will run until 2 November 2025.
Städtische Galerie Schwalenberg, Marktstraße 5, 32816 Schieder-Schwalenberg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, www.kulturagentur-online.de
Die bedeutendste Malerin der Solinger Künstlerkolonie, Bettina Heinen-Ayech (1937-2020), wuchs in einem freigeistigen und intellektuellen Milieu in Solingen auf. Hier lernt Bettina auch ihren wichtigsten Lehrer und lebenslangen Weggefährten kennen, den Maler Erwin Bowien (1899-1972), mit dem sie zahlreiche Kunstreisen durch ganz Europa unternimmt. Als Wunderkind, darf Sie - von Karl Schmidt-Rottluff gefördert - 1955 an der ersten großen internationalen Wanderausstellung der Bundesrepublik teilnehmen.
Ein mehrmonatiger Aufenthalt im ägyptischen Luxor führte für Bettina zu einem Erweckungserlebnis, das sie die Wüste und das Licht des Orients entdecken lässt. 1963 beschloss die Malerin, ihren Lebensmittelpunkt nach Nordafrika zu verlegen. Bettina Heinen-Ayech hinterlässt ein großartiges Lebenswerk, das Werk einer großen Künstlerin und einer Pendlerin zwischen den Welten, die zu Recht ihren Platz in der Kunstwelt beanspruchen kann.
Sehnsucht nach Ferne – Die Solinger Künstlerkolonie, Museum Villa Stahmer, Carl-Stahmer-Weg, 49124 Georgsmarienhütte, Deutschland, https://fk-villastahmer.de
Kurz nach dem 2. Weltkrieg entstand in Solingen eine Künstlerkolonie, die das alte Ideal der Landschaftsmalerei wiederaufleben ließ. Entgegen der zeitgenössischen Kunstentwicklung hin zur Abstraktion malten die Künstler:innen gegenständlich und sahen sich in der Tradition der klassischen Pleinairmalerei und der großen Künstlerkolonien der Jahrhundertwende.
Gemalt wurde stets vor Ort, um das Gesehene vollständig zu erfassen und das jeweilige Licht und die Atmosphäre in ihrer Gesamtheit unmittelbar einzufangen. Fast zwei Jahrzehnte zogen die Künstler:innen gemeinsam durch Europa - von Sylt bis Norwegen, von der Schweiz bis Paris und Nordafrika. Ihr Ausgangspunkt und immer wiederkehrender Schaffensmittelpunkt war das „Schwarze Haus“ in Solingen, ein seit den 1920er Jahren etablierter Treffpunkt für Künstler:innen und Intellektuelle.
Künstlerkolonie Solingen – Herzensort Schweiz, Diamant 3047, Kalchackerstrasse 18a, 3047 Bremgarten, Schweiz, www.diamant3047.ch , täglich geöffnet vom 17:00 bis 20:00 Uhr
Die Solinger Künstlerkolonie unterhielt enge Beziehungen zur Schweiz. Ihr Gründer Erwin Bowien (1899–1972) war zu Beginn des Jahrhunderts in der „Belle Epoque“ in Neuchâtel aufgewachsen und maßgeblich geprägt worden.
Durch seine zahlreichen Schweizer Freundschaften, die er zeitlebens pflegte, kam er in Kontakt mit dem in Bremgarten bei Bern ansässigen Eduard M. Fallet (1904–1998), der im Laufe der Jahre zum wichtigsten Förderer der Solinger Künstler wurde. E
r ermöglichte es den Malern Erwin Bowien, Bettina Heinen-Ayech (1937–2020) und Amud Uwe Millies (1932–2008), in der ganzen Schweiz zu arbeiten und einen großen „Cycle Suisse“ zu schaffen. Texttafeln und Reproduktionen lassen dieses Engagement lebendig werden.
Pressetermin zu den Ausstellungen:
Donnerstag, 23. Januar 16:30 im Kunstverein Coburg.
Besuchen Sie diese besondere Ausstellung
im Kunstverein Coburg e. V., Park 4a, 96450 Coburg, www.kunstverein-coburg.de
Wir freuen uns, im Rahmen des 200-jährigen Gründungsjubiläums des Kunstvereins Coburg die Ausstellung „Bettina Heinen-Ayech - Von Solingen in den Orient" vom 25. Januar 2025 bis 11. Mai 2025 präsentieren zu können.
Die Solinger Malerin Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) machte bereits im Alter von 18 Jahren auf sich aufmerksam, als sie an der ersten großen internationalen Kunstausstellung der jungen Bundesrepublik teilnehmen durfte. Die „pleinair“-Malerin entwickelte einen ganz eigenen Aquarellstil und ließ sich - nach intensiven Reisen durch Europa und einem längeren Aufenthalt in Ägypten - in Algerien nieder. Ein Leben wie ein Abenteuerroman - ganz der Malerei und der Völkerverständigung gewidmet.
Bis zu ihrem Tod im Jahr 2020 wird Algerien abwechselnd mit Solingen ihr Lebensmittelpunkt sein. Bettina Heinen-Ayech hinterlässt ein großes und vielfältiges Werk. Es ist das Lebenswerk einer emanzipierten Frau, einer großen Künstlerin und einer Wanderin zwischen den Welten. Die Lebensleistung der Malerin wurde kürzlich durch die Aufnahme der Künstlerin in die Liste der 50 wichtigsten historischen Frauenpersönlichkeiten des Landes NRW und im Projekt Pantheon World des Massachusetts Institute of Technology (USA) gewürdigt.
Mit Boot, Zug und Auto nach Venedig, Trondheim und Luxor: Die drei Hauptkünstler:innen der Solinger Künstlerkolonie, Erwin Bowien (1899–1972), Bettina Heinen-Ayech (1937–2020) und Amud Uwe Millies (1932–2008), waren in der Welt unterwegs und malten Landschaften, Städte, Menschen und Straßenszenen – Ansichten, die zum Teil heute so gar nicht mehr vorzufinden sind. Doch auch Impressionen von unfreiwilligen Reisen und Fluchterfahrung spiegeln Orte ihrer Geschichte wider. Eine Reise um die Welt – aus den Augen dreier sehr unterschiedlicher Künstlerpersönlichkeiten, die aufs engste miteinander verbunden waren.
euroart*, die Europäische Föderation der Künstlerkolonien, präsentiert vom 02. Juli bis 06. Oktober 2024 die 3. internationale Sommerausstellung der europäischen Künstlerkolonien. Das Thema der
Ausstellung in diesem Sommer sind BÄUME. Die teilnehmenden Künstlerkolonien zeigen die Ausstellung auf einer Leinwand oder stellen ihre Bilder aus, die sie für die digitale Ausstellung
eingereicht haben. Wir laden Sie herzlich ein, diesen Sommer einige europäische Künstlerdörfer zu besuchen. Die teilnehmenden Künstlerkolonien sind aus Finnland: Åland Inseln; aus Belgien:
Champion, Genk und Tervuren; aus Dänemark: Faaborg; aus Frankreich: Barbizon und Grez-sur-Loing; aus Deutschland: Bremen, Dachau, Darmstadt, Flensburg, Grötzingen, Heikendorf, Holzhausen am
Ammersee, Jamlitz, Kronberg im Taunus, Murnau, Schwaan, „Schwarzes Haus" Solingen und Worpswede; aus Litauen: Kaunas; aus den Niederlanden: Worpswede und Lüttich und aus den Niederlanden:
Domburg, Katwijk, Laren, Nunspeet und Renkum.
Die Solinger Künstlerkolonie "Schwarzes Haus" präsentiert in dieser Ausstellung je ein Werk des Malers, Nazigegners und Exilanten Erwin Bowien (1899-1972) und der international tätigen
Landschaftsmalerin und bedeutenden historischen Persönlichkeit Bettina Heinen-Ayech (1937-2020). Für ihre Verdienste als herausragende Künstlerin, als wichtigste Protagonistin der Solinger
Künstlerkolonie „Schwarzes Haus" und für ihr Engagement als Botschafterin für die Völkerverständigung zwischen Orient und Okzident wurde Bettina Heinen-Ayech kürzlich vom FrauenRat NRW in den
exklusiven Kreis der 50 bedeutendsten historischen Frauenpersönlichkeiten Nordrhein-Westfalens aufgenommen.
Von Erwin Bowien wird das Ölgemälde "Palmen im Wintergarten, 1932" zu sehen sein, von Bettina Heinen-Ayech wurde das Aquarell "Olivenbäume im Mohnfeld, 1986" ausgewählt. Freuen Sie sich auf die
digitale Sommerausstellung der europäischen Künstlerkolonien zum Thema "BÄUME" und besuchen Sie die verschiedenen Künstlerkolonien. Mehr unter: www.euroart.eu.
Erwin Bowien (1899–1972): Palmen im Wintergarten, 1932
Der in der Schweiz aufgewachsene deutsche Pleinair-Maler und Pazifist Erwin Bowien entschloss sich im Winter 1933, entsetzt über die Machtübernahme der Nationalsozialisten, Deutschland zu verlassen. Er ging in die Niederlande, die er ein Jahr zuvor auf einer ausgedehnten Reise kennengelernt hatte und wo er einige Kontakte knüpfen konnte.
Seine erste längere Station war die Stadt Hoorn, wo er zahlreiche Bilder schuf. Ab 1934 ließ er sich in dem kleinen Ort Egmond aan den Hoef bei Alkmaar nieder, einer historischen Künstler-kolonie, deren berühmtester Maler der amerikanische Impressionist George Hitchcock (1850-1913) war. In dieser Zeit perfektionierte er die Pastellmalerei und erhielt den Beinamen „Meister mit dem Pastellstift“. Als überzeugter Pleinair-Maler durchstreifte er unermüdlich mit seinem Fahrrad die Region zwischen Amsterdam und Hoorn und schuf Hunderte von Werken, darunter Ölgemälde und Graphitzeichnungen. Er gewann schnell einen großen Freundeskreis und erhielt zahlreiche öffentliche und private Aufträge. Einige seiner Bilder sind im Rijksmuseum in Amsterdam, im Westfriesmuseum in Hoorn und in den Königlichen Sammlungen in Den Haag zu sehen. Als der Chef der niederländischen Flotte ihn der niederländischen Königin Wilhelmina vorstellen wollte, wurde das Land von der Wehrmacht besetzt.
2023 entstand die Idee, eine Ausstellung mit niederländischen Werken des Künstlers Erwin Bowien im Museum zu zeigen und die Zeit seines Exils in den Niederlanden zu beleuchten. Bowien war nicht nur einer der vielen deutschen Exilanten, die in Holland Zuflucht fanden, sondern auch einer der letzten Maler der Künstlerkolonie Egmond. Die atemberaubend schöne Dünenlandschaft um Egmond aan Zee, die weiten Horizonte Nordhollands und die oft stürmische Nordsee hielt er in vielen eindringlichen Bildern fest.
Die Ausstellung wird am 28. April 2024 eröffnet und ist bis zum 3. November 2024 zu sehen.

Zum zweiten Mal organisiert euroart, die „European Federation of Artist Colonies“, eine digitale Sommerausstellung. Diese kann in den Museen und Besucherzentren der teilnehmenden Künstlerkolonien besichtigt werden. Diesen Sommer ist das Thema der Bilder „WASSER". Die mitmachenden Künstlerkolonien sind aus Belgien: Champion, Tervuren und Sint Martens Latem; aus Dänemark: Faaborg; aus Frankreich Barbizon; aus Deutschland: Heikendorf, Kronberg, Schwaan, Grötzingen, Prien am Chiemsee, "Schwarzes Haus" Solingen, Darmstadt und Bremen; aus den Niederlanden: Domburg, Katwijk, Laren, Nunspeet, und Volendam; und aus Italien Taranto.
Die Solinger Künstlerkolonie „Schwarzes Haus“ präsentiert im Rahmen dieser Ausstellung jeweils ein Werk vom Maler, Nazigegner und Exilanten Erwin Bowien (1899–1972) und von der international tätigen Landschaftsmalerin Bettina Heinen-Ayech (1937–2020). Von Erwin Bowien wird das Bild „Die Sanddünen in Egmond aan Zee, Niederlande, 1937“ gezeigt, von Bettina Heinen-Ayech wurde ein „Blumenarrangement über dem Lago Maggiore im Tessin, Schweiz, 1955“ ausgewählt. Freuen Sie sich auf die digitale Sommerausstellung europäischer Künstlerkolonien zum Thema „WASSER“ und besuchen Sie die verschiedenen Künstlerkolonien. Mehr unter: www.euroart.eu.
Erwin Bowien (1899–1972): Die Sanddünen in Egmond aan Zee, Niederlande, 1937
Bettina Heinen-Ayech (1937–2020): Blumenarrangement über dem Lago Maggiore im Tessin, Schweiz, 1955
Besuchen Sie die digitale Sommerausstellung europäischer Künstlerkolonien zum Thema WASSER